Petition gegen die Polizeistation

Gestartet von der neu gegründeten Bürgerinitative "Rettet den Hauptsmoorwald", haben Sie die Möglichkeit gegen den Bau der geplanten Polizeiliegenschaft im Speziellen, aber auch generell gegen den Bebauungsplan Nr. 429 "Gewerbepark Geisfelder Straße" Einwand zu erheben. Unter dem Reiter Bürgerbeteiligungsverfahren finden Sie die Möglichkeit eine Stellungnahme mit Einwänden gegen das Stadtplanungsamt zu senden.

Warum also zusätzlich eine Petition? Diese ist an den Oberbürgermeister der Stadt Bamberg - Andreas Starke - adressiert und wendet sich spezifisch gegen die geplante Polizeiinspektion. Damit richtet sie sich an die Staatsregierung und Innenminister Joachim Herrmann direkt (Die bisherige Entwicklung dazu finden Sie weiter unten). Die Petition entspricht der Art. 115, Abs 1 der Bayerischen Verfassung.

Hier geht es direkt zur Online-Petition oder Sie können sich diese auch hier ausdrucken. Wenn acht Unterstützer unterzeichnet haben können die Listen an verschiedenen Stellen in Bamberg abgegeben werden. Eine genaue Auflistung dieser finden Sie hier. (Bitte leserlich unterschreiben)

Warum ist das ganze notwendig? Ganz einfach: Wir brauchen keine Polizeiinspektion oder ein Industriegebiet in Bamberg-Ost, schon gleich gar keins, was auf den Flächen des Hauptsmoorwaldes errichtet werden soll und dessen Rodung verlangt! 22 Tiere der roten Liste, Sandmagerrasenflächen, Biotope und das größte Naherholungsgebiet des Bamberger Ostens steht auf dem Spiel. Dieses Gebiet muss erhalten werden!

2015 erst hat der Bundestag Teile des Hauptsmoorwaldes zum Nationalen Naturerbe erklärt. Jetzt will die Stadt die Fläche roden, die nicht zu diesem Erbe gehört. Dennoch gehört auch dieses Stück Natur zum Hauptsmoorwald, der eine Einheit darstellt und als Ganzes gesehen und geschützt werden muss.

Wir wollen hier keine 40 Meter hohen Lagerhallen, 1,50 Meter hohe Dämme wegen des hohen Grundwasserspiegels, erhöten Lärm, mehr Verkehr, größere Umweltverschmutzung und die Versiegelung von Waldflächen. Nicht nur gäbe es weniger Grün in der Stadt, der sowieso schon viel zu hohe Grundwasserspiegel könnte noch weiter ansteigen, was mehr Wasser in das Wohngebiet Bamberg-Ost bringen könnte. Abgesehen davon wird der Zugang in den Wald durch die Polizeidienststelle erheblich erschwert und die historische Bedeutung des Hauptsmoorwaldes untergraben. Von dem Eingriff in das Natursystem und die Beeinträchtigung des Klimas gar nicht zu sprechen.

Täglich kommt es in Bayern zur Versiegelung von wertvollen Freiflächen, der Betonierung von Naturräumen und einem nicht rückgängig zu machenden Verlust an zahlreichen Bodenfunktionen, von Gefahren und Risiken wie Überschwemmungen und aufgeheizten Städten im Sommer ganz zu schweigen.

Die Planung darf also nicht weiter verfolgt und Alternativen sollen unbedingt geprüft werden! Der Hauptsmoorwald als wertvolle Naturfläche für den Menschen, aber auch der Lebensraum für Tiere und Pflanzen muss geschützt und seine Rodung unbedingt verhindert werden!

Bisherige Entwicklung

Mit dem Abzug der US-Soldaten 2014 hat der Freistaat Bayern beschlossen im Sondergebiet im Norden (Zwischen Schießplatz und der Verlängerung der Moosstraße) eine Polizeiliegenschaft zu errichten. Gerade dieser Ort stellt jedoch den Hauptzugang in den Hauptsmoorwald für Erholungssuchende dar. Hierfür sollen drei Hektar gerodet werden. Diese Fläche ist Staatsforst und hat mit den eigentlichen Konversionsflächen gar nichts zu tun.

Ende letzten Jahres suchten wir den Kontakt mit Innenminister Herrmann und sprachen uns nachdrücklich gegen den Bau der Verkehrspolizeiinspektion und ihrer verschiedenen Dienststellen aus. Die Gründe in der offiziellen Antwort waren Alternativlosigkeit, Platzmangel und eine günstige Verkehrsanbindung. Unsere genannten Bedenken wurden mit einer Reduzierung der Fläche um 30 Prozent abgetan, auf unsere Argumente hinsichtlich der Bedeutung des Bereichs wird nicht eingegangen. 

In einem weiteren Schreiben Anfang des Jahres kontaktierten wir den Minister erneut, vor allem mit dem Hinweis, dass sich die Gebäude laut Plan nördlich der Industrieflächen und damit relativ isoliert befinden würden. Außerdehm betonen wir die deutliche Ablehnung und die wachsende Bürgerinitiative. Weiterhin würde durch die zusätzlich benötigten Gebäude die Fläche sogar noch weiter anwachsen.

In der Antwort werden unsere Belange und Bedenken jedoch übergangen.