Aktueller Planentwurf für den Bebauungplan

Legende:
Grau: Gewerbe- und Industriefelder
Orange: Sondergebiete Polizeiinspektion, Schießplatz Bund, Garten- und Zoofachmarkt
Hellorange/Gelb: Erschließungsstraßen

Auf der Abbildung können Sie den momentanen Stand der Planung sehen. Es handelt sich um 54 Hektar Fläche (33 Hektar Industrie, 14,5 Hektar Gewerbe, 6,5 Hektar Sondergebiete) und zusätzlich 10 Hektar Infrastruktur, sowie Baumfallzonen zum Schutz der Gebäude: Insgesamt eine Größe von 85 Fußballfeldern! Lediglich 35 Hektar des zerstörten Waldes sollen neu begrünt werden.

Neben der Zerstörung wird es zu einer erhöhten Belastung durch eine erhebliche Verkehrszunahme kommen. Nicht nur durch die Verlängerung der Armeestraße, die in den Berliner Ring münden soll, sondern auch durch das 1,8 Hektar ausgewiesene Sondergebiet "Garten- und Zoofachmarkt". Hier will wohl der in der Nähe befindliche Markt Dehner umziehen, jedoch mit einer wesentlich größeren Fläche für Parkplätze.

Wie geht es jetzt weiter und wie können Sie uns helfen? Bis zum 18.05 konnten Einwände hervorgebracht werden, die im weiteren Prozess abgewogen werden müssen, wonach Senat und Stadtrat den Bebauungsplan beschließen. Nach einer Prüfung existiert nun noch die Möglichkeit eines Bürgerbegehrens. Unter dem Reiter "Bürgerbegehren" haben Sie noch die Möglichkeit Einspruch gegen die geplanten Änderungen vorzunehmen und so Einfluss auf die Planung zu nehmen oder sie gar zu stoppen. Hierbei arbeiten wir unter anderem mit der neu gegründeten Bürgerinitiative zu "Rettet den Hauptsmoorwald" zusammen.

Bisherige Entwicklung der Planung und Widerstand

Mit dem Abzug der US-Soldaten 2014 ist die Diskussion um den Fortbestand des Hauptsmoorwalds entbrannt. Hier die Eckdaten zur bisherigen Entwicklung der Planung und des Widerstands:

Dez. 2015: Die Stadt legt das Plankonzept "Gewerbepark Geisfelder Straße" vor: in der völlig überzogenen Planung sollen 85 ha Wald sowie wertvollste Sandmagerrasen zerstört werden. Während der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit bringen wir unsere Ablehnung in einer umfangreichen Stellungnahme ein.

Mai 2016: Aktion "Mei Baam bleibt" am Eingang des Hauptsmoorwaldes.

Juli 2016: Fast 2.000 Unterschriften gegen die Planung werden an den OB übergeben.

Mai 2017: In informeller Runde wird eine etwas abgespeckte Planung vorgestellt und im FT veröffentlicht.

Juni 2017: Radl-Demo mit mehreren hundert TeilnehmerInnen. Wir bringen Frischluft vom Hauptsmoorwald zum Maxplatz.

Nov. 2017: Spektakuläre Aktion "gimme Moor": Baden im Moorwasser.

Januar 2018: Neujahrsempfang des BN am Eingang zum Hauptsmoorwald: Dem Wald wird seinen vielfältigen Funktionen gedankt.

Februar 2018: Start einer Online-Petition, die sich gegen das Industriegebiet wendet. Es haben bereits über 30.000 Menschen unterschrieben. Die Petition finden Sie hier

Februar 2018: Der Planenentwurf für das Industriegebiet im Hauptsmoorwald wird vom Konversionssenat (außer den Vertreterinnen der GAL) gebilligt.

März 2018: Gründungsversammlung mit über hundert Leuten einer Bürgerinitative zur Verhinderung des Industriegebietes. Die Bürgerinitiative startet eine Petition an die Bayerische Staatsregierung gegen den Standort der geplanten Polizeiliegenschaft im Hauptsmoorwald an der Ecke Armeestraße/Moosstraße.

Juni 2018: Übergabe von über 7.000 Unterschriften gegen ein Polizeigebäude im Hauptsmoorwald in München am Landtag. Die Zielsetzung von 4.000 Unterschriften ist weit übertroffen worden.

Juni 2018: Fast 33.000 Unterschriften der Online-Petition gegen die städtischen Gewerbeparkpläne werden an Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD) übergeben. Gut ein Fünftel der Stimmen kommen aus Bamberg einschließlich Landkreis, fast die Hälfte der Stimmen stammt aus Franken.