Einspruch gegen den Bebauungsplan

Bis zum 18.05 war es möglich Einwände gegen den Bebauungsplan Nr. 429 "Gewerbepark Geißfelder Straße" im Zuge der zweiten und letzten Phase des Bürgerbeteiligungsverfahrens zu erheben. Neben Einspruch in großer Zahl im privaten Bereich, hat selbstverständlich der BUND Naturschutz Bamberg ebenfalls eine ausführliche Stellungnahme abgegeben, welche wir Ihnen hier auch gerne zur Verfügung stellen.

Darin machen wir insbesondere auf den Wald- und Flächenverbrauch aufmerksam und betonen die wichtigen Aspekte für das Klima. Darüber hinaus ist uns vor allem die Funktion des Hauptsmoorwaldes für die Naherholung wichtig, ganz zu schweigen von den betroffenen Biotopflächen und der steigenden Hochwasser- und Überflutungsgefahr, sowie dem zunehmenden Verkehr. Die noch viel zahlreicheren Argumente und die Mängel in der Planung der Stadt lassen sich in unserer Stellungnahme nachlesen.

Die Bürgerinitiative "Rettet den Hauptsmoorwald"

Die Initiative - hier geht's zur Website - setzt sich seit dem 13.03.2018 speziell für den Erhalt des Hauptsmoorwaldes ein. Sie sehen sich als die Erben von Bamberg, welche die Verantwortung tragen den Wald als Schatz für die Zukunft zu erhalten. Gründe für dieses Engagement sind im untenstehenden Beitrag aufgeführt, v. a. im Vordergrund steht die Verhinderung der Rodung, sowie der verkehrlichen Belastung. Der Hauptsmoorwald soll seine wichtigen Funktionen als grüne Lunge Bambergs erhalten und weiterhin ein Stück Lebensqualität sein. Aus diesem Grund hat die Initiative auch eine Petition gegen das geplante Industriegebiet erstellt - welche mit inzwischen weit über 30.000 Unterschriften an den OB Bamberg Andreas Starke (SPD) übergeben wurde - und setzt sich jetzt auch für das Bürgerbegehren ein.

Bedeutung des Hauptsmoorwaldes

Dass der Hauptsmoorwald ein wichtiges Gut der Stadt Bamberg und ein schützenswerter Teil der Natur ist bedarf keiner Argumentation. Der Wald erfüllt wichtige Funktionen, wie die Frischluftzufuhr und dient zur Naherholung, deswegen muss die Aufmerksamkeit der geplanten Zerstückelung gelten und sich auf den Schutz des Hauptsmoorwaldes konzentriert werden.

Bamberg soll eine Stadt der kurzen Wege bleiben und die starke Innenentwicklung beibehalten. Die geplanten städtebaulichen Entwicklungen würden diese stark an die Randgebiete forcieren. Bürger sollten zu diesem Zwecke, genau wie Vereine und Verbände mit in die Planung einbezogen werden können um ein kreatives Ergebnis zu ermöglichen. Angesichts des demographischen Wandels müsste man auch eher an Schrumpfung, denn an Wachstum denken.

Weiterhin befinden sich in dem Gebiet Sandmagerrasenflächen und Zwergstrauchheiden, sowie Borstgrasrasenflächen - das entsprechende Gutachten finden Sie hier - allesamt Biotypen, die nach dem Bundesnaturschutzgesetz unter besonderem Schutz stehen. Auch in der europäischen FFH-Richtlinie (Flora Fauna Habitat) werden diese Lebensräume als besonders schützenswert eingestuft. Die Fläche müsste also eher in ihrem jetzigen Zustand erhalten bleiben und auf Dauer gesichert werden.

Zusammenfassend bleibt zu sagen: Wald muss Wald bleiben.