Menschenkette „Es brennt“
Gemeinsam mit dem Bund Naturschutz Bamberg, dem Bamberger Klimaschutzbündnis und dem Umweltreferat des Erzbistums Bamberg hatte das forum1.5 Bamberg-Coburg für den ver-gangenen 3. Oktober 2026 dazu aufgefordert, dem Appell von „Es brennt“ zu folgen und auch in Bamberg eine Menschenkette zu bilden.
Gut 80 Personen folgten diesem Aufruf und kamen zum Marienplatz, um nach einem denkwürdigen Sommer mit einer Rekordzahl an Hitzetagen, trocken fallenden Gewässern und ca. 15.000 Toten die Regierungsverantwortlichen an ihre Pflichten aus dem Grundgesetz (u.a. Schutz der Lebensgrundlagen) und dem Klimaurteil des Bundesverfassungsgerichts von 2022 zu erinnern und entsprechende Maßnahmen einzufordern. Die Hauptkette verlief daher auch vom Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe zum Bundeskanzleramt mit weiteren Menschenketten in über 100 Kommunen Deutschlands.
In der halbstündigen Veranstaltung betonte Prof. Dr. Rasmus Hoffmann, dass wir auf 3 Grad Erderwärmung zusteuern, vielleicht schon im Jahr 2050. Das Jahr 2026 brachte Europa zigtausende Hitzetote, Waldbrände, extremes Niedrigwasser und einen neuen Krieg wegen unserer Abhängigkeit von Öl und Gas. Wenn man Klimaschutz verschiebt wegen zu großer Kosten oder Zumutungen werden diese nur noch größer. Also ist jetzt die Zeit aus dem business as usual auszusteigen und konsequent zu handeln.
Im Anschluss sprach Prof. Dr. Thomas Foken über die extrem hohe Anzahl von 39 Hitzetagen (Innenstadt ca. 50) im Raum Bamberg mit mehr als 30 °C und über 28 Tropennächten in der Innenstadt mit mehr als 20 °C selbst in der Nacht. Im Jahr 2050 werden diese Bedingungen normal werden oder die eher kühleren Sommer sein – aber nur – wenn rasch Maßnahmen des Klimaschutzes durchgeführt werden, sonst ist Schlimmeres zu befürchten.
Zitiert wurde auch aus dem dringenden Appell des Sprecher:innenrates der Regionalen Klimakonferenz Oberfranken, die Klimakrise endlich als Krise ernst zu nehmen, der vor wenigen Wochen an die oberfränkischen Vertreter aus Bundes- und Landespolitik sowie die Presse übergeben wurde.












