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Neues zum Bamberger Konversionsprozess

In den vergangenen Wochen überschlugen sich geradezu die Ereignisse zur Konversion in Bamberg. Während östlich der Autobahn 330 ha Wald als Nationales Naturerbe ausgewiesen werden sollen, droht der Schießplatz für den Neubau einer Justizvollzugsanstalt überplant zu werden.

29.01.2015

Das geplante interkommunale Gewerbegebiet zwischen Bamberg, Gundelsheim und Memmelsdorf auf der ehemaligen “Local Training Area”, die nach jahrzehntelanger militärischer Nutzung heute vielen bedrohten Tierarten einen Lebensraum bietet, scheint vorerst gescheitert zu sein. Es ist geplant, eine 330 Hektar große Teilfläche des Gebiets, das sich im Besitz der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (bima) befindet, als “Nationales Naturerbe” auszuweisen. Eine Bebauung wäre damit ausgeschlossen. Auch wenn diese Ausweisung noch lange nicht in trockenen Tüchern ist, so sind die Pläne zur Bebauung der wertvollen Naturlebensräume damit dennoch erst einmal in weite Ferne gerückt. Die an den Planungen beteiligte Stadt Bamberg sowie die Gemeinden Memmelsdorf, Litzendorf und Strullendorf haben bereits angekündigt, die Situation neu prüfen zu wollen.

Weitere Infos dazu

Auch zum geplanten Gewerbegebiet innheralb Bambergs gibt es Neuigkeiten - für den Naturschutz in Bamberg jedoch weniger erfreuliche: Der ehemalige Schießplatz, dessen Artenvielfalt und einzigartige Bedeutung für die “Sandachse Franken” erst kürzlich in einem Gutachten des Bund Naturschutz dargelegt wurde, soll mit einer Fläche von zehn Hektar dem Neubau der Justizvollzugsanstalt weichen. “Dagegen werden wir mit allen Mitteln, die uns zur Verfügung stehen, kämpfen“, kündigt Heinz Jung, der Vorsitzende der Kreisgruppe Bamberg, an.

Der Konversionssenat hält darüber hinaus weiter an dem gewerblichen Nutzung des Muna Geländes fest und nimmt damit die Zerstörung von über 100 Hektar wertvoller Naturflächen in Kauf.