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Umweltbildung

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Selbsterntegärten - Wie funktioniert das?

Das Konzept

Ein Landwirtschaftsbetrieb oder eine Gärtnerei verpachtet ein Stück Land an eine Gemeinschaft von Hobbygärtner*innen. Die Parzellenvergabe erfolgt dabei grundsätzlich für die gesamte Gartensaison von März bis November. Der Boden wird für den Anbau vorbereitet, parzelliert und die Erstbepflanzung bzw. Erstaussaat ausgebracht. Nun übernimmt jede/r Hobbygärtner*in die eigene Parzelle und pflegt diese unter Anleitung erfahrener Gärtner*innen weiter. Bei den meisten Selbsterntegärten erfolgt die Bewirtschaftung nach biologischen Kriterien.

Gerade für Anfänger*innen bietet sich so die Chance auf einen „sanften Einstieg“ ins Gärtnern: die räumliche und zeitliche Dimension sind überschaubar, sie werden durch Profis unterstützt und lernen in der Gemeinschaft viele Gleichgesinnte kennen. Für einige ist es das Sprungbrett zum eigenen Garten. Viele schätzen jedoch den Service und die Gemeinschaft und bleiben dem Prinzip Selbsterntegarten treu.

Maßgeblich beteiligt an der fachlichen Planung und Umsetzung der Bamberger Selbsterntegärten ist Wilhelm Schubert, der ehemalige Leiter des Ökologischen Gemüsebauversuchsbetriebs der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau in Bamberg.

Sega Nord

Sega Nord wurde als erster Selbsterntegarten Bambergs im Frühjar 2016 ins Leben gerufen. Die Selbsterntegärten richten sich an alle, die Lust auf selbst angebaute Kräuter und frisches Gemüse haben, den Wert der Nachhaltigkeit schätzen und Freude an gemeinsamen Aktionen haben.

In der Nähe des Sega Nords befindet sich darüber hinaus das Gemeinschaftsfeld Punk Sega. Mit 12 Parzellen ist er der kleinste Gemeinschaftsgarten.

Gärtnerstadt Gemeinschaftsgarten

Im Jahr 2020 wurde der Gärtnerstadt-Gemeinschaftsgarten als weiterer Selbsterntegarten angelegt.

Das wunderschöne Fleckchen inmitten der traditionsreichen Gärtnerstadt, besteht aus knapp 20 Parzellengemeinschaften, einem Gemeinschaftsfeld sowie einer Gemeinschaftswiese zum Verweilen. Es wird von vielen Gärtner*innen aus der Nachbarschaft bewirtschaftet.
Auch verschiedene Angebote der Bildung für nachhaltige Entwicklung sind hier im Rahmen der Projektwerkstatt "Vom Acker auf den Teller" angesiedelt. So kümmert sich die Kindergruppe des BUND Naturschutz um ihre eigene Parzelle. Auch die Montessori-Schule und das ETA-Hoffmann-Gymnasium sind im Rahmen von Schulprojekten auf Parzellen aktiv.

Pflanzwerk Gemeinschaftsgarten

In der Bamberger Südflur gibt es den Gemeinschaftsgarten Pflanzwerk auf dem ehemaligen Solawi-Gelände. Aufgrund der Erfolgsgeschichte der Selbsterntegärten wurde der jüngste Bamberger Gemeinschaftsgarten in Kooperation mit dem BUND Naturschutz gegründet. 

Im Gemeinschaftsgarten Pflanzwerk werden die Parzellen zentral bewässert, anders als bei den bisherigen Gemeinschaftsgärten gibt es keinen allgemeinen Pflanzplan bzw. Jungpflanzenbeschaffung. Die Gärtner*innen können also selbst entscheiden was auf iherer Parzelle angebaut wird. Das erklärte Ziel ist: jeder und jede kann anbauen, was, wann, wie und mit wem er oder sie will! Wichtig ist allein der respektvolle Umgang miteinander und der Spaß am Gärtnern.

Neben den 20 Parzellen für Bürger*innen, gibt es ein Gemeinschaftsfeld, das vom BN für Aktionen bewirtschaftet wird und eine Fläche für den Lehrstuhl für Grundschulpädagogik der Uni Bamberg.

Sega Süd

Der ursprünglich neben der Brosearena angesiedelte Sega Süd, der 2019 als 2. Bamberger Selbsterntegarten gegründet wurde, ist 2022 umgezogen und nun wieder in der direkten Nachbarschaft der Solawi am Sendelbach zu finden.

Mitmachen?

Derzeit sind alle Parzellen in den Gemeinschaftsgärten vergeben. Es finden aber immer wieder mal offene Veranstaltungen statt, bei denen teilweise auch selbst gegärtnert werden kann. Informationen dazu auf unserer Veranstaltungsseite.

Interessenbekundung für die kommende Saison per Mail an das Orgateam der Gemeinschaftsgärten unter info@selbsternte-bamberg.de.

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