Neuer Gemeinschaftsgarten

In der Bamberger Gärtnerstadt blüht es auf

Im April 2020 geht es nun richtig los im neuen Gemeinschaftsgarten in der Gärtnerstadt.

Er wird von der Projektwerkstatt „Vom Acker auf den Teller“ organisiert und betreut und ist in der Riege der Bamberger Selbsterntegärten der jüngste Spross. In den letzten Wochen war schon einiges zu tun, damit jetzt alles schön sprießen und wachsen kann. Zuckererbsen, Pastinaken und Radieschen wurden ausgesät und die ersten Gemüse- und Salatpflanzen gesetzt.
Ein wunderschönes Fleckchen, bestehend aus knapp 20 Parzellengemeinschaften, einem Gemeinschaftsfeld sowie einer Gemeinschaftswiese zum Verweilen, das die neuen Gärtner*innen, fast allesamt Bewohner*innen der Gärtnerstadt, mit Freude zum erblühen bringen…
Auch verschiedene Bildungsangebote sind hier im Rahmen der Projektwerkstatt in enger Vernetzung mit anderen bestehenden Einrichtungen in der Gärtnerstadt (SKF, Kulturgärtnerei, Gärtner- und Häckermuseum, lokale Gärtnereien,...) angedacht.

Selbsterntegärten - Wie funktioniert das?

Das Konzept

Ein Landwirtschaftsbetrieb oder eine Gärtnerei verpachtet ein Stück Land an eine Gemeinschaft von Hobbygärtner*innen. Der Boden wird für den Anbau vorbereitet, parzelliert und die Erstbepflanzung bzw. Erstaussaat ausgebracht. Nun übernimmt jede/r Hobbygärtner*in seine/ihre Parzelle und pflegt diese unter Anleitung erfahrener Gärtner*innen weiter. Im Lauf der Saison erntet er das Gemüse. Bei den meisten Selbsterntegärten erfolgt die Bewirtschaftung nach biologischen Kriterien.

Maßgeblich beteiligt an der fachlichen Planung und Umsetzung der Bamberger Selbsterntegärten ist  Wilhelm Schubert, der ehemalige Leiter des Ökologischen Gemüsebauversuchsbetriebs der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau in Bamberg.

Gerade für Anfänger*innen bietet sich so die Chance auf einen „sanften Einstieg“ ins Gärtnern: die räumliche und zeitliche Dimension sind überschaubar, sie werden durch Profis unterstützt und lernen in der Gemeinschaft viele Gleichgesinnte kennen. Für einige ist es das Sprungbrett zum eigenen Garten. Viele schätzen jedoch den Service und die Gemeinschaft und bleiben dem Prinzip Selbsterntegarten treu.