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Befragung zur EU Agrarreform

Bundestagsabgeordnete entscheiden in den nächsten Monaten die Ausgestaltung der Agrarpolitik bis 2027. Wir haben unsere Wahlkreisabgeordneten befragt, wie sie dazu stehen.

17.03.2021

EU- und Bundestagsabgeordnete entscheiden in den nächsten Monaten in Brüssel und Berlin über die Ausgestaltung der EU Agrarreform und damit auch über die Chancen für den Erhalt bäuerlicher Betriebe und die Artenvielfalt im Landkreis Bamberg.

Der BUND Naturschutz stellt daher in einer bayernweiten Aktion gezielt Fragen an die politischen Vertreter im Bundestag und im Europaparlament. Für den Wahlkreis Bamberg  wurden Thomas Silberhorn (MdB, CSU), Andreas Schwarz (MdB, SPD) und Lisa Badum (MdB, Bündnis 90/Die Grünen) danach befragt, welche Ziele für die Agrarpolitik der EU sie unterstützen.

Für den Umweltverband ist es wichtig, dass die milliardenschweren Agrargelder künftig für gesellschaftliche Leistungen ausbezahlt werden, die die Landwirte zum Teil ja auch schon erbringen.  Die Zahlungen sollen nicht mehr in erster Linie an Besitz und Größe der bewirtschafteten Fläche ausgerichtet werden.

EU Agrarreform muss sich von Flächenprämien verabschieden

Der BUND Naturschutz fordert deshalb unter anderem, dass die bisherigen flächengebundenen Direktzahlungen schrittweise abgebaut werden, damit mehr Geld für Leistungen der Landwirte für Umwelt und Tierschutz zur Verfügung steht. Gerade für die relativ kleinen bäuerlichen  Betriebe im Landkreis Bamberg - im Schnitt bewirtschaften sie ungefähr 25 Hektar im Vergleich zum Bundesdurchschnitt von über 62 Hektar - wäre die Abkehr von der reinen Flächenprämie ein wichtiger Schritt.

Mehr Geld für ökologische Leistungen bei EU Agrarreform

Außerdem setzt sich der BUND Naturschutz dafür ein, dass mindestens 30 Prozent des Landwirtschaftsbudgets verpflichtend für sogenannte „Ecoschemes“, das sind besondere ökologische Leistungen, bereitgestellt werden. Im Entwurf zum nationalen Strategieplan sind dafür lediglich 20 Prozent vorgesehen. Die Ecoschemes sollen nach einem Punktesystem bewertet und damit den individuellen Betriebsgegebenheiten der bäuerlichen Betriebe angepasst werden können.

Die Fragen an die Abgeordneten finden Sie hier.