JBN - Jugendgruppe Butterflyeffekt

"Etwas kleines, wie der Flügelschlag eines Schmetterlings kann etwas
Großes verändern,  das ist unsere Aussage. Dies bezieht sich auf die
Chaostheorie in der „Vorhersagbarkeit: Kann der Flügelschlag eines
Schmetterlings in Brasilien einen Tornado in Texas auslösen?“ (Zitat
Wikipedia, Artikel: Schmetterlingseffekt), steht. Wir verändern etwas
Kleines, um etwas Großes zu bewegen.  Das k in Effekt ist Absicht da wir
etwas besonderes sind und in keiner Theorie zusammengefasst werden
können. :-) "
 

Wer sind wir?

Eine  Gruppe aus Schülern und Studenten zwischen 15 und 25 Jahren, die sich für Umwelt, Tierschutz und aktuelle Themen interessiert.

Was machen wir?

Die verschiedensten Aktionen zu den unterschiedlichen Themenbereichen. Beispiele folgen unten.

Wie kann man uns erreichen?

 bamberg(at)jbn.de

Leitung:

Valerie Gleisner und Matteo Scheuringer

Was ist sonst noch wichtig?

Die Treffen finden jeden 2. Sonntag von 17 bis ca. 19 Uhr statt.

Treffpunkt ist das Café/Jugendtreff "Balthasar", Balthasargäßchen 1 in Bamberg

 

 

Der JBN-Acker 2013

 

Aus dem Boden – oder der Wiese – gestampft hat die Stadt einige Äcker in der Nähe der Feki-Uni, So wurden Anfang des Jahres 12 Äcker zur jährlichen Miete angeboten. Das Interesse an diesen war nicht schlecht, bis sich herausstellte, dass es dort weder einen Wasseranschluss noch ein Gerätehaus vor Ort gibt. Tja, nicht alle Ideen der Stadt sind vollends durchdacht und sinnvoll. Diesen schlechten Bedingungen zum Trotz wurden 3 Äcker vermietet, 2 davon gingen an uns, die JBN Bamberg. Nach einem Treffen wurde der Acker bepflanzt. Durch ein ausgefeiltes Bewässerungssystem (Flasche mitbringen und ausleeren) und das wöchentliche Aufopfern von Freiwilligen JBN-Mitgliedern gedeihen jetzt Mais, Kartoffeln, Bohnen, Kürbisse, Zwiebeln.
Durch eben diese Arbeit bekommen wir Jugendliche eine total andere Sichtweise auf das Wetter. Jedes Mal, wenn es regnet, sind wir glücklich, dass die Pflanzen natürlich bewässert werden (und nicht nochmal jemand hinfahren muss). Auch bekommt man ein bisschen Gefühl zum Grünen und Pflanzen.

 

 

 

Wir haben es satt Demo (19.01.2013)

 Auch dieses Jahr haben wir auf der Groß Demo in Berlin am Samstag den 19. erneut unser politisches Engagement unter Beweis gestellt. Gemeinsam mit insgesamt 25.000 Menschen haben wir laut stark längst überfällige, grundlegende Reformen in der Agrarpolitik gefordert. Ausgestattet mit Bannern, Trommeln und Maiskolbenkostümen sind wir vom Berliner Hauptbahnhof durch das Regierungsviertel zum Bundeskanzleramt gezogen. Trotz der eisigen Kälte hat das ganze richtig Spaß gemacht und es war toll zu sehen, dass sich so viele für nachhaltige Landwirtschaft einsetzen!

 

 

 

 

4. Bamberger Flussfest (29.07.2012)

 

 

Wie auch schon der Tag der Jugend begann das Flussfest am 29. Juli 2012 mit einem Standaufbau auf dem Gelände des Schwimmvereins Bamberg im Regen. Das minderte jedoch nicht die gute Laune unserer Jugendgruppe. Schnell waren der Pavillon sowie mehrere Biertischgarnituren aufbegaut. Nun ging es daran die Boxen für unseren Fußpfad mit verschiedenen Materialien zu befüllen. Ob über Kieselsteine, Sand, Tannenzapfen, Stroh oder einfach nur Gras, es war, wie uns mehrere Besucher versicherten, ein unglaubliches Erlebnis über den Barfußpfad zu laufen. Doch auch die anderen Sinne kamen nicht zu kurz. So hatten wir zudem noch ein Hörmemory, das aus kleinen Holzdöschen bestand, die geschüttelt werden mussten. Je nach Inhalt ergibt sich ein unterschiedlicher Klang, nach dem man die passenden Pärchen finden muss. Außerdem hatten wir eine Taststation aufgebaut, bei der man in Stofftaschen greifen musste und nur mit Hilfe der Finger erraten musste, was sich in dem Beutel befand.

Auch ein Riechmemory hat sich unsere Gruppe ausgedacht. Dazu hatten wir ähnlich dem Hörmemory die verschiedensten duftenden Dinge in leere Filmdöschen gesteckt. Unsere Standbesucher, die nicht nur Kinder sondern auch viele Erwachsene waren, hatten dann die recht schwierige Aufgabe, Pfefferminze von einer Bienenwabe und Bohnenkraut von einer Vanilleschote zu unterscheiden. Den krönenden Abschluss, der vor allem die Kinder begeisterte, bildete dann der Geschmacksinn. Dank der freundlichen Unterstützung des ebl Biomarktes sowie des Eine-Weltladen Bambergs konnten wir kostenlose Fruchtspiße aus Bioobst mit Fairtrade-Schokolade überzogen verteilen. Die Schokolade erhitzten wir zuvor in einem Solarkocher, der bei dem guten Wetter, das nach dem kleinen Regenguss am Vormittag einsetzte, auch wunderbar funktionierte.

Unsere Jugendgruppe hatte sehr viel Spaß, egal ob wir jemadem die Funktionsweise des Solarkochers erklärten oder einen „Blinden“ über den Fußpfad führten. Auch die zahlreichen Menschen, die unseren Stand besuchten, schienen begeistert, sodass der Tag zu einem vollen Erfolg wurde!

 

Noemi Dornheim

 

 

 

 

 

Urban Gardening beim Tag der Jugend (06.07.2012)

Am Freitag, den sechsten Juli stand eine Gruppe fleissiger JBN´ler schon frühmorgens auf den Beinen. Sie machten sich auf den Weg zur Landesgartenschau, um bei zunächst schlechtem Wetter für den Tag der Jugend ihren Stand aufzubauen. Zuvor hatten wir in Wochenlanger Arbeit alle Vorbereitungen für unser Projekt getroffen. Geplant war, mithilfe der Jugendlichen Besucher der Landesgartenschau, mobile Gärten zu schaffen. Dafür hatten wir Einkaufswägen von Schrottplatz und kleinere "Gärten" aus alten Konserven, Gummistiefeln und anderen bepflanzbaren Gegenständen. Die Pflanzen wurden von der Hofstadtgärtnerei gesponsert, deren freundliche Unterstützung für uns eine große Hilfe war. Uns standen in erster Linie Nutzpflanzen zu Verfügung, darunter viele Kräuter. Das ganze trägt den Namen "Urban Gardening" und dient der Umweltbildung und der Herstellung ökologischer Lebensmittel. Außerdem kann es zu einer nachhaltigen Stadtentwicklung, der Verbesserung des städtischen Mikroklimas und zur Erhaltung der Artenvielfalt beitragen. Das Interesse der Besucher an unseren bepflanzten Einkaufswägen war sehr groß, doch zu Beginn fanden sich nur wenig Gäste, welche auch selber Hand anlegen wollten. Einige hätten gerne einen Einkaufswagen mitgenommen, wären sie nicht mit dem Bus da  gewesen. Aus diesem Grund machten wir einen Großteil der Arbeit selbst, doch wir hatten viel Spaß dabei. Und mit dem sich zu blauem Himmel und Sonnenschein wendenden Wetter fanden auch immer mehr Familien ihren Weg zu uns. Und einige, hatten Spaß daran, selber Blumen und Kräuter einzubuddeln. Darunter waren leider nur wenig Jugendliche, was wir alle bedauerten, da man sich an einem "Tag der Jugend" natürlich anderes erhofft. Und ein paar wenige Besucher nutzten unsere Einkaufswägen auch für ihre Müllentsorgung. Es scheinen nicht genug Mülleimer auf der Landesgartenschau angebracht zu sein. Zumindest haben unsere mobilen Gärten somit auch noch zur Sauberhaltung des Geländes beigetragen. Die fertiggestellten Gärten sind momentan noch bei JBN Mitgliedern untergebracht. Wir hofften eigentlich, manche Besucher hätten Interesse an ihnen und würden sie mit nach hause nehmen, doch wir sind nur einen Einkaufswagen losgeworden. Trotzdem sind wir der Ansicht, ist Urban Gardening eine tolle Alternative für Leute, die in der Stadt wohnen und ohne Garten auskommen müssen. Diese können sich ihr Gemüsebeet ganz einfach in die Küche oder auf den Balkon stellen. Und schön Aussehen tut es obendrein auch noch. 

 Sarah Maier

 

 

Die Steigerung im Wanderwald am 26. Mai 2012

 

Am Samstag den 26. Mai trafen sich sieben teilweise noch sehr verschlafene Wanderbegeisterte um 11 am Stadionparkplatz, um gemeinsam mit unserem Führer Herrn Spörlein in den schönen Steigerwald zu fahren. Die Müdigkeit war auf einmal wie weggeblasen, als sich unsere Chauffeure Herr Spörlein und Tjark ein nicht unspannendes Wettrennen auf der Autobahn lieferten. Heil auf einem Wanderparkplatz bei Ebrach angekommen, wurden wir erst einmal über die faszinierenden Aspekte der Schichtstufenlandschaft, sowie über die Ausmaße des jetzigen Naturparks Steigerwald informiert, bevor wir zu unserer Wanderung entlang des berüchtigten Schlangenweges aufbrachen. Kaum waren wir 5m gegangen, als uns Herr Sporlein auch schon über die vielseitige Vegetation am Rande des Weges aufmerksam machte und wir unter anderem lernten, eine Rotbuche von einer Hainbuche zu unterscheiden. So ging die Wanderung lustig weiter, immer wieder blieben wir stehen um die Natur um uns herum genauer unter die Lupe zu nehmen. Wir erfuhren viel über die Pflanzen und Tiere selbst, aber wir wurden natürlich auch genauestens über das Für und Wider eines Nationalparks Steigerwald informiert. Als unseren Weg ein kleiner Bach kreuzte, nutzen wir die Gelegenheit um zwar erfolglos Feuersalamander Larven zu suchen, dafür aber waren wir umso erfolgreicher, als es darum ging, dort die mitgebrachte Brotzeit zu essen oder Fotoapparate ins Wasser zu werfen. Auch auf dem letzten Abschnitt unserer kleinen Exkursion waren dann alle noch hochmotiviert, Herr Spörlein konnte sich vor dummen Fragen kaum noch retten, und als wir ihm zurück am Parkplatz noch ein kleines Dankeschön überreichten, wollte keiner glauben dass wir wirklich ganze drei Stunden im Wald, pardon, im Forst natürlich, verbracht hatten. Wir haben an diesem Tag viel über den Steigerwald, seine einzigartige Pflanzenvielfalt und auch seine Bedeutung für die Bevölkerung gelernt, sodass wir uns am Ende alle einig waren: Der Nationalpark Steigerwald ist ein Muss!

 

Valerie Gleisner

 

 

 

 

 

Pflanzaktion auf dem Landesgartenschaugelände (31.03.2012)

Samstagmorgen um 9 Uhr trafen sich 3 Freiwillige aus der JBN Gruppe, die nicht zur Jugendvollversammlung (JVV) gefahren waren, am Eingang des ehemaligen Erbageländes, um gemeinsam mit den Mitgliedern des BN Bamberg und der Naturschutzgruppe der Offenen Behindertenarbeit Bamberg (OBA) das BN-Gelände für die Landesgartenschau zu bepflanzen. Nachdem sich auch Helfer eingefunden hatten, die mit Rechen, Schaufeln und Spaten ausgerüstet waren und Schubkarren organisiert werden konnten, machten wir uns an die Arbeit. Die einen bereiteten den Sandboden für die Verlegung des Sandmagerrasens vor, indem sie ihn von Steinen befreiten, während andere mit unermüdlicher Ausdauer Rollrasen in Schubkarren zum BN-Gelände transportierten. Dieser wurde Bahn für Bahn auf dem Boden verlegt. So hatte der Boden nach nur wenigen Stunden den Anschein, als ob dort schon immer Sandmagerrasen gewachsen wäre. Nach der Mittagspause wurden noch die letzten Flecken Rasen ausgebessert und Sandgewächse gepflanzt, sowie  Pflöcke für das Schafgatter in der Erde befestigt und ein Unterstand für 4 Schafe gebaut. Diese sollen zeigen, welch wichtige Rolle Tiere in der natürlichen Landschaftspflege spielen. Denn ohne die Nutzung durch z.B. Schafe könnte der Magerrasen, der Rückzugsort vieler bedrohter Tier- und Pflanzenarten ist, nicht erhalten werden. Die Sonne ließ sich an jenem Samstag zwar leider nur sehr selten blicken, aber immerhin blieben wir bei unserer Arbeit vom Regen verschont und machten uns am Nachmittag um einige Erfahrungen reicher auf den Nachhauseweg.


Artikel im Fränkischen Tag vom 31.03.2012:

http://www.infranken.de/nachrichten/lokales/bamberg/Spass-beim-Rasenpflanzen-fuer-die-Landesgartenschau;art212,267782

 

 Jessica Ruff

 

 

 

Infoabend zum Thema Atomkraft (14.07.11)

Am 14.07.11 organisierten wir einen Infoabend zum Thema Atomkraft. Ziel der Veranstaltung war es die Leute über Atomkraft aufzuklären, ihre Folgen zu veranschaulichen sowie über Alternativen zu diskutieren. Besonders interessant wurde es jedoch als Herr Andreas Kuchler uns mitteilte, dass er tatsächlich Zeit hatte, um wie angedacht zu der Veranstaltung zu kommen und einen Vortrag zu halten. Als Ort wurde eine Turnhalle bei einem Jugendcafé ausgewählt. Leider war die Veranstaltung relativ schlecht besucht, obwohl wir extra Plakate an diversen gut besuchten Orten aufgehängt haben. Anwesend waren hauptsächlich JBN-ler und extra angeworbene Verwandte. 

Die Veranstaltung wurde von Doktor Knoblach begonnen, der erst mal hauptsächlich technisches Wissen zu den Gefahren von Radioaktivität vermittelte. Dadurch konnten sich die Gäste erst mal eine konkrete Vorstellung von Radioaktivität machen. Danach fuhr Herr Kuchler mit seinem Vortrag fort. Zuerst erzählte er etwas über die Entwicklung der Kernkraftreaktoren, zeigte einige Eindrücke aus seiner Heimat und berichtet von seiner Arbeit als Helfer (alles natürlich stilecht mit Dias gezeigt).
Dann kam das wirklich Interessante: er persönlich war bei Tschernobyl und hatte auch jede Menge Videoaufnahmen gemacht. Seine Videos zeichneten ein bedrückendes Bild von dem heutigen Tschernobyl: Gebäude, die fluchtartig verlassen wurden, seine melancholischen Beschreibungen, die aus dem Lautsprecher tönten, und das immer wieder aufgezeichnete Knacken der Geigenmesser, drückten etwas die Stimmung nach unten und stimmten jedermann etwas nachdenklich.
Als letztes berichtete er von der schlafenden Gefahr, die immer noch von den Tschernobylreaktoren ausgeht: Der Stahlsarkophag ist durch die Witterung bereits so sehr angegriffen, dass ein Zusammenbrechen der Hülle jederzeit möglich wäre. Die Folgen für Europa wäre dieselben wie vor 26 Jahren: Eine radioaktiv verseuchte Wolke würde aufgewirbelt werden und über Europa ziehen. Eine Erneuerung der Hülle durch die EU war bis dahin immer am Geldmangel gescheitert.(Anmerkung vom Autor: Erst vor kurzen wurden jetzt endlich genug Sponsoren, darunter Deutschland, für das Projekt gesammelt.)
Schlussendlich wurde ein Stuhlkreis gebildet und nochmal ausführlich über Atomkraft, ihre Alternativen und Ausweichmöglichkeiten diskutiert, wobei jeder nochmal zu Wort kam und seine Meinung zu Thema äußern konnte.
Danach wurde die Veranstaltung aufgelöst, sowie unser Dank an Herr Knoblach und Herrn Kuchler ausgesprochen.


Lukas Amberg

 

 

 

Die größte Demo, die je in Unterfranken stattgefunden hat - Grafenrheinfeld am 25.04.11

Es war Ostermontag, strahlender Sonnenschein, der blaue Himmel wurde nur von einzelnen Wölkchen durchzogen. Bepackt mit neuem, handbemaltem Banner, eigens aus München geliehenen BUND Jugend Flaggen und Anti-Atom Stickern machte sich auch unsere 6-köpfige Gruppe auf die Suche nach der Shuttle-Bus Haltestelle am Schweinfurter Hauptbahnhof. Uns den anderen Atomkraft-Gegnern anschließend stiegen wir in den nächsten Bus (gar nicht so einfach mit den langen Flaggenstäben!) und machten uns vorerst auf den Weg nach Bergrheinfeld, der Nachbargemeinde des seit Ende März nur wegen Revisionsarbeiten abgeschalteten Kernkraftwerks Grafenrheinfeld. So sahen wir keinen Wasserdampf aus den Kühltürmen des AKW emporsteigen, als wir uns wie viele andere auf einem der Wege des Sternmarschs der Mainhalbinsel, auf der die Demo stattfindet, näherten. Während des Protestzugs hörte man immer wieder die Forderung der Demonstranten: „Abschalten! Abschalten!“ Ein Blick nach hinten machte einem die Ausmaße der Demo erst bewusst! Soweit das Auge reichte, der Strom der Menschen, die sich auf den Weg machten, um ihren Unmut über die unsichere Form der Energieerzeugung auszudrücken, riss nicht ab! Auf den Mainwiesen angekommen, suchten wir uns erst einmal einen Platz auf einem Hügel mit guter Aussicht. Dort stieß auch Andreas Link zu uns, ein JBNler aus dem Süden, der die Demo fotografisch dokumentierte (danke, Andi!). Die Stabilität unseres Banners wurde alsbald auf die Probe gestellt, denn trotz des Sonnenscheins kam immer mehr Wind auf. Der ist, wie wir wissen auch ein entscheidender Einflussfaktor im Falle eines Reaktorunfalls. Die Organisatoren der Demo wollten dies mit einer radioaktive Wolke in Form von 1000 schwarz-gelben Luftballons symbolisieren, und in einer Schweigeminute gedachten wir der Betroffenen von Tschernobyl und Fukushima. Welche unvorstellbaren Auswirkungen ein GAU im Falle des KKW Grafenrheinfelds hätte, hat schon Gudrun Pausewang in ihrem Buch „Die Wolke“ gezeigt. Sie war deshalb eine der sechs Redner/-innen, die ein schnellstmögliches Ende der Atomindustrie forderten. Nachdem wir und insgesamt bemerkenswerte 15.000 Menschen (!) gezeigt hatten, dass wir Atomkraft nicht unterstützen, machten wir uns am Nachmittag wieder auf den Heimweg, in der Hoffnung, dass auch die Politiker so bald wie möglich die Dringlichkeit bemerken würden aus der Atomenergie auszusteigen.

 

http://www.mainpost.de/regional/franken/15000-Kernkraftgegner-demonstrierten;art1727,6112615
 

Jessica Ruff

 

 

 

Der grüne Leitfaden 2011

Durch eine überraschende Mail bekamen wir das Angebot, bei einem größeren Projekt mitzumachen. Die Aufgabe: „Einen Leitfaden für nachhaltiges Leben und Studieren“ zu schreiben. Drei aus der Gruppe schlossen sich bei der Planung mit an und weiter drei schrieben an den dazu benötigten Texten mit. Das Projekt ging über mehrere Monate hinweg, bis der Leitfaden im Juli 2011 fertig war. Das kleine Heft wurde von ihren stolzen Schreibern dann in Uni und an anderen Orten kostenfrei, gratis und für umsonst verteilt. Er wurde von allen begeistern angenommen. Da wir bald sicher waren, dass die 1000 gedruckten Exemplare nicht ausreichen würden, gab es die Überlegung, eine 2. Auflage zu machen. Wir waren uns aber nicht ganz so sicher, deswegen haben wir vorerst die 1. Auflage auch ins Internet gestellt:

http://issuu.com/papagena/docs/bamberger_oekoleitfaden

 

 

 

 

3. Bamberger Flussfest (25.07.10)

An einem wunderschönen, sonnigen Sonntag trafen wir uns, um am 3. Bamberger Flussfest teilzunehmen. Das Flussfest ist ein Fest, das mit Spiel und Spaß an das Wertebewusstsein appelliert. Unsere Teilnahme bestand aus einem Stand, an dem man seine Sinne auf verschiedene Weise testen konnte. Als erste Station gab es Boxen, in die man hineingriff und versuchte zu erfühlen, was sich darin befand. Im Hintergrund hatten wir einen Bilderrahmen ohne Bild und Rückwand aufgehängt. Dieser sollte einem die Schönheit der Natur vor Augen führen. Danach kam ein Fußpfad, der mit verbundenen Augen absolviert wurde, auch hier ging es wieder um das Fühlen. Als vorletzte Station gab es eine Riechprobe von verschiedenen Gewürzen o. Ä., wobei es um das Erraten ebenjener ging. Zum Schluss konnte man es sich mit einem per Solarkocher gekochten Schokofondue gut gehen lassen. Natürlich war das Schokofondue fair-trade, bio und selbstgemacht, wie es sich gehört. Wem es besonders gut gefallen hatte, konnte sich gleich beim Bund Naturschutz anmelden. Alles in allem war diese Aktion gut besucht und hat auch uns gut gefallen.

 

 

 

Säuberung des Eisweihers in Hallstadt (15.05.2010)

 

 

 

Wathosen, Gummistiefel und Müllgreifer waren vorbereitet und so machten wir uns mal wieder auf etwas Gutes für die Umwelt zu tun. Der Eisweiher in Hallstadt soll einer Säuberung unterzogen werden. Trotz der Kälte beginnen wir mit dem Unterfangen. Die zwei Wathosen, die uns die Feuerwehr freundlicherweise ausgeliehen hat, ermöglichten es, trockenen Fußes den Weiher auch in der Mitte von Müll zu befreien, während die anderen von außen angreifen. Nach kurzer Zeit hatte sich eine beträchtliche Menge an Müll angesammelt, aus dem einige von uns dann ein Denkmal bauen wollten. Ein „Denk mal!“-Denkmal, um die Anwohnern zum Nachdenken anzuregen, was mit dem ehemaligem Biotop passiert ist. Das Denkmal wurde ein Müllmonster, das, je länger wir arbeiteten, an Größe und Breite zunahm. Es bestand aus unzähligen Deodosen, Wodka-Flaschen und vielem anderen Kleinzeug. Auch von einem Cityrollern, einer Deckenlampen und einem Kaugummiautomaten war das Kunstwerk geprägt. Den größten Fang machten wir aber mit einer Parkbank, die wir aus dem Weiher zogen. Nach getaner Arbeit blickten wir mit gemischten Gefühlen auf unser Werk. Zum einen waren wir stolz, so etwas geschafft zu haben zum anderen verärgert, dass so etwas überhaupt nötig war. Mit der Unterschrift „So wenig Wasser, und so viel MÜLL?!“ wurde das Monster dann versehen und sollte zwei Woche stehen bleiben. Dann sollte es von der Stadt wieder entfernt werden, doch soweit sollte es gar nicht kommen…

http://www.infranken.de/nachrichten/lokales/bamberg/Muell-Mahnung-mit-Fuessen-getreten;art212,74884

 

Lukas Garbe

 

 

 

 

 

Thesenanschlag zum Klimagipfel (09.12.2009)

 

 

 

 

Während der Klimakonferenz in Kopenhagen haben wir uns ganz im Stile Martin Luthers verkleidet. Wir schlugen erst an die Tür der Martinskirche und dann an die Rathaustür unsere Forderungen. Begleitet von Hammerschlägen teilten wir den Zuhörern folgende Thesen:

Wir fordern, dass…

  1. …der Ausstoß an Treibhausgasen bis 2020 real um 40 Prozent gesenkt wird. (Im Vergleich zu 1990)

  2. …erneuerbare Energien endlich auch effizient und konsequent genutzt werden!

  3. …die Atomkraft endgültig und komplett gestoppt wird. Und zwar heute und nicht morgen!

  4. … der bezahlbare öffentliche Verkehr gefördert wird, statt Autobahnen auszubauen.

  5. …eine sinnvolle Subventionspolitik, die Umweltschutz bei Firmen belohnt und Umweltschäden bestraft.

  6. … globale Verantwortung übernommen wird, und zwar durch Unterstützung der Entwicklungsländer beim Sprung in eine moderne und umweltfreundliche Gesellschaft.

  7. … die Entwicklungsländer auch dabei unterstützt werden, die Folgen des Klimawandels zu bewältigen.

  8. All diese Forderungen gelten für jetzt! Handelt heute, denn morgen kann es schon zu spät sein!

Diese Forderungen richten sich an alle Politiker der ganzen Welt. Wir sind ihre Wähler von heute und morgen. Sie handeln in unserem Auftrag.
Also handeln sie einmal im Interesse des ganzen Volkes, auch der jungen und nächsten Generationen!


Denn wir sind die Zukunft.

 

Tobias Müller